Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen,
sondern den Tagen mehr Leben geben

„Robin Hood der edle Recke, sammelt Geld für gute Zwecke.“

Juli 26, 2017

Der Sherwood Forest lag in den Bülten, und Epe bildete als mittelalterliches Nottingham die Kulisse für Robin Hood und seine Bande, den Sheriff von Nottingham und seine Getreuen, Maid Marianne – und natürlich König Richard Löwenherz. Sie alle tummelten sich am Dienstag im Eper Ortskern. Der Bummelzug der Bürgerschützengilde war zum Abschluss des Schützenfestes wieder unterwegs.

Vor allem Robin Hood und seine Mannen gingen in ihren Rollen auf. Den Reichen was wegnehmen und es den Armen zukommen lassen – dafür ist Robin Hood schließlich bekannt. Und das ist schließlich auch Sinn und Zweck des Bummelzugs. Die Bummelzügler drückten es trotz Reim etwas prosaischer aus: „Giww us watt, süs kriegst du wat mit de Pann fört Gat.“ Und: „Robin Hood der edle Recke, sammelt Geld für gute Zwecke.“

Das Orgateam um Volker und Maria Himmel, Benno und Reinhild Benkhoff, Patrick Redegeld, Franz und Marianne Fleck hatte die aus Robin-Hood-Filmen bekannten Typen wieder goldrichtig ausgewählt. „Gegen Benno Benkhoff als Löwenherz sieht Sean Connery doch richtig Scheiße aus“, waren sich alle einig. Christoph Stenau passte natürlich in die Rolle des frommen Bruders Tuck. Fromm – aber auch schlitzohrig: In sein Brevier hatte er einen Flachmann eingebaut. Und auch Franz Kalvelage als Maid Marianne hatte das Handtäschchen mit Alkohol bestückt.

„Zum Glück sind die Kostüme ja imprägniert und atmungsaktiv,“ Wer den Recken diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte, war nicht zu eruieren. Aber regenfeste Kleidung wäre schön gewesen, denn die äußeren Umstände waren zunächst alles andere als günstig. Es goss in Strömen. Aber die Männer um Robin Hood sind schließlich nicht aus Zucker. Unverdrossen zogen sie los, um für die Bürgerstiftung und die Hospizbewegung St. Josef zu sammeln. Trinkhörner fungierten als Sammelbüchsen. König Richard durfte auf einem Steckenpferd reiten. Flitzebogen und Plastikschwerter dienten dazu, den Forderungen der gesetzlosen, aber herzensguten Wegelagerer Nachdruck zu verleihen. Am Abend sollte der traditionelle Gang durch die Dinkel zu Schepers den Umzug beenden. Nun ja. Nass waren sie ja sowieso . . .