Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen,
sondern den Tagen mehr Leben geben

Hospiz macht Schule 2019

Februar 19, 2019

Kinder beschäftigen sich mit Tod und Trauer

Zwei vierte Klassen der Overbergschule                                                                                                                          (Foto Angelika Hoof)

aho- Epe. „Hospiz macht Schule“ hieß es diese Woche für die 38 Viertklässler der Bernhard-Overbergschule. Fünf Tage lang beschäftigten sie sich dank professioneller Unterstützung durch  Ehrenamtliche der Hospizbewegung St. Josef (Brigitte Diekmann, Beatrix Noll, Doris Plat, Gaby Rupprecht, Sandra Schnittker, Karin Stellingsma-Bakka sowie Marita Wilken) mit fünf Themengebieten rund um Trauer und Tod.

„Werden und Vergehen“ war das Thema des ersten Tages, an dem die Grundschüler mit Hilfe von  Biografie-Kollagen entdeckten, wann und wie sich Menschen verändern. Um „Krankheit und Leid“ ging es am Dienstag, als mit Johannes Sieweke ein ehemals praktizierender Arzt zur Beantwortung von Fragen wie `Was ist Aids? Wie kann man sich gegen Krankheiten schützen? Wie lange muss man lernen, bis man Arzt ist?` gewonnen werden konnte. Den schwierigsten Tag erlebten die Schüler und Schülerinnen am Mittwoch, als das Thema „Sterben und Tod“ behandelt wurde. Im Film von Willi will´s wissen erfuhren sie alles Wissenswerte rund um Beerdigungen. „Das ist generell ein emotionales Thema, bei dem wir den Kindern immer viel Trost spenden müssen. Anschließend konnten sie selbst zeichnerisch ihre Vorstellungen vom Jenseits zum Ausdruck bringen“, erläuterte Marita Wilken. Gestern erfuhren die Viertklässler beim Thema „Traurig sein“, dass dort, wo etwas vergeht, auch etwas Neues entstehen kann, das einem Halt gibt. Mit einem gemeinsamen Frühstück mit den Eltern und selbst verfasten Trostbriefen endet die Projektwoche heute für die Overbergschüler.

„Wir sind zwar keine Therapeuten, können aber durch unsere Arbeit bei den Kindern Dinge lösen, die sie vielleicht belasten oder beschäftigen“, erklärte Marita Wilken, die das Projekt zusammen mit Gaby Rupprecht organisatorisch betreute.