Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen,
sondern den Tagen mehr Leben geben

Aktivitäten


Serie „Am Ende des Lebens“

Dezember 5, 2018

v.l. Doris Plat (ehrenamtliche Sterbebegleiterin), Mechthild Thorenz (Koordinatorin) und Johannes Kappen (ehrenamtlicher Sterbebegleiter).

 

Sterbebegleiter erzählen über ihre Erfahrungen

In atemberaubender Nähe

 

Am Anfang steht stets diese „gesunde Spannung“, wie Doris Plat es formuliert. Es ist fast wie das Lampenfieber eines Künstlers vor dem Auftritt. „Da muss man alle Sensoren auf Empfang haben“, ergänzt ihr Kollege Johannes Kappen. Die beiden sind ehrenamtliche Sterbebegleiter bei der Hospizbewegung St. Josef. Kappen ist seit 2008 dabei, Plat seit 2014. Jahre, in denen über ihr Ehrenamt Sterben, Tod und Trauer Einzug in ihr Leben gehalten haben. Jahre, über die Johannes Kappen sagt: „Ich bereue keinen Tag. Denn tiefer als bei dieser Arbeit kann man in die Seele eines Menschen nicht eindringen.“

Doris Plat (l.) und Johannes Kappen (beide ehrenamtliche Sterbebegleiter) sowie Mechthild Thorenz (Koordinatorin und früher ebenfalls ehrenamtlich als Sterbebegleiterin im Einsatz) haben von ihrer Arbeit erzählt, die stets mit Sterben und Tod zu tun hat. Foto: Frank Zimmermann

Der 72-Jährige nennt zwei Erfahrungen, die ihm Motivation für sein Engagement waren: Bei einem dreitägigen Klinikaufenthalt kam er in Berührung mit Patienten und Angehörigen, unter anderem von der Kinderkrebsstation. Das weckte in ihm den Wunsch, diesen Menschen helfen zu können. Zum anderen faszinierten ihn Menschen wie Polizisten, Feuerwehrleute oder Notfallseelsorger, die sich immer wieder Extremsituationen aussetzen müssen. Er hörte ein Radio-Interview mit dem Klinik-Seelsorger Bert van der Post, der an der Kölner Universitätsklinik Hunderte Menschen in den Tod begleitet habe. „Das hat mir imponiert“, sagt Johannes Kappen. Als die Hospizbewegung dann einen Befähigungskurs für Sterbebegleiter anbot, meldete er sich an.

Einen solchen Kurs hat auch Doris Plat absolviert. Sie zog ihre Motivation aus einer persönlichen Betroffenheit: „Meine Eltern hatten ein gewisses Alter erreicht, und mein Vater starb dann relativ schnell. Da wollte ich Hintergründe zu dem Thema wissen, meiner Mutter helfen können. Was man kennt, ist nicht mehr so erschreckend.“

Recht bald nach ihrer Qualifikation kam die erste Betreuungsanfrage. „Da fällt einem dann doch schnell das Herz in die Hose“, sagt sie schmunzelnd. Doch die 67-Jährige ließ sich davon nicht abhalten. So begleitete sie eine ältere Dame, die zunächst ins Krankenhaus, dann in eine Kurzzeitpflege und schließlich ins Hospiz kam. „Ich habe sie mehrfach besucht, saß neben ihr, auch als sie sich nicht mehr artikulieren konnte – das war gut“, erinnert sich Doris Plat an ihre Gefühle und ergänzt: „Man nimmt aus jeder Begleitung etwas mit.“

Den Faden greift Johannes Kappen wieder auf, erzählt von einem Ehepaar, das er begleitet hat, als der Mann im Sterben lag. Zwei Wochen stand er im Kontakt mit den beiden, „die nur sich hatten. Beide um die 80 Jahre alt und seit rund 60 Jahren verheiratet“. Es sei „atemberaubend“, sagt Johannes Kappen, wie gut man Menschen in nur zwei Wochen kennenlernen könne.

Was die Sterbebegleiter genau machen, hängt vom Einzelfall ab. Gespräche führen, zuhören und da sein gehört aber immer dazu. Am Bett sitzen, auch wenn der Sterbende sich nicht mehr äußern kann, das hilft dem Sterbenden und den Angehörigen gleichermaßen. „Dann hüllt man den Patienten gewissermaßen mit seinem Geist ein, umgibt ihn warm“, schildert Doris Plat. „Man kommt mit dem Atem des Patienten in Einklang – es dürfen nur nicht zu viele Aussetzer dabei sein“, sagt Johannes Kappen und lacht. Es ist ein Beispiel für den Humor des Rheinländers. Humor und Musik, das sind für ihn ganz wichtige Aspekte seiner Arbeit.

Das „nur“ Dasitzen sei ein echter Kraftakt, bestätigt Mechthild Thorenz, die auch als ehrenamtliche Sterbebegleiterin aktiv war, ehe sie hauptamtliche Koordinatorin wurde. „Es ist schwierig, aushalten zu müssen, wenn das Gegenüber nichts mehr sagt, sprachlos ist“, weiß sie aus eigener Erfahrung und aus den Berichten der Sterbebegleiter, deren Einsätze sie koordiniert. Dafür muss sie die Menschen gut kennen, denn zwischen Sterbendem und Begleiter „muss es passen“. Dass es nicht passt, komme erfreulicherweise so gut wie nie vor.

Gut 50 ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen sind für die Hospizbewegung aktiv, Kappen ist zurzeit der einzige Mann. Zwei Kollegen sind inzwischen selbst verstorben. Das bedauert er. „Wir waren so ein Clübchen und konnten uns von Mann zu Mann austauschen.“ Doch weitermachen will der 72-Jährige trotzdem: „Erst vor zwei Tagen habe ich eine Begleitung abgeschlossen und begleite zurzeit meine Schwiegermutter, die auch im Sterben liegt.“

Das klingt in den Ohren Außenstehender vielleicht bedrückend. Ist es aber nicht, sagen die Sterbebegleiter. „Man muss auf sich selber achten, darf nicht den Helden spielen wollen“, sagt Kappen. Erwähnenswert sei auch die gute Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegediensten, Krankenhäusern und Altenheimen, ergänzt er. „Ich achte darauf, dass ich nach jeder Begleitung eine längere Pause habe. Ich hatte zwar noch nie eine Situation, unter der ich sehr gelitten hätte, aber manchmal schleppt man ja auch etwas Privates mit sich rum“, sagt Doris Plat. Das könne sie dann in der Supervision besprechen. „Man muss nur den Mut haben, über alles zu reden.“

Neben der Supervision loben Doris Plat und Johannes Kappen auch die Koordinatorinnen der Hospizbewegung. Neben Thorenz sind das Monika Mersmann und Silvia Rickert-Ehrlichmann. „Es tut gut zu wissen, dass immer eine Koordinatorin im Hintergrund ist.“ Über das Diensthandy sind sie jederzeit zu erreichen. Wie aufs Stichwort klingelt das Telefon und Mechthild Thorenz verlässt den Raum. „Das war jetzt so ein Fall“, erklärt sie, als sie zurück kommt. Eine Sterbebegleiterin hatte sie um Rat gefragt, weil es zu einem Streit zwischen dem Sterbenden und seinem Bruder gekommen sei.

Zu Beginn des Pressegesprächs ist sie auch im Raum zu spüren, diese „gesunde Spannung“, mit der Plat und Kappen sonst in eine neue Begleitung gehen. Doch am Ende hat sie sich gelöst. Es war ein gutes Gespräch, aus dem der Journalist viel mitnimmt.


Dezember 5, 2018

Koordinatorin Silvia Rickert-Ehrlichmann mit Arbeitsbüchern der Gruppe. Jeder Teilnehmer erhält ein individuelles Exemplar. Links das Buch für die Kinder, rechts das für die Jugendlichen.

 

Serie „Am Ende des Lebens“

Kindertrauergruppe

  Trauer braucht auch Mut

Kinder reagieren auf einen Trauerfall sehr sensibel. Manchmal halten sie ihre Trauer auch zurück, um andere Trauernde – zum Beispiel die Eltern – nicht noch mehr zu belasten. Für die Hospizbewegung St. Josef Gronau mit ein Grund, Kinder ein spezielles Angebot der Trauerbegleitung zu machen.

Koordinatorin Silvia Rickert-Ehrlichmann mit Arbeitsbüchern der Gruppe. Jeder Teilnehmer erhält ein individuelles Exemplar. Links das Buch für die Kinder, rechts das für die Jugendlichen. Foto: Susanne Menzel

„Kinder trauern anders. Sie trauern in Raten. Es ist so, als ob sie in dem einen Moment in eine Tränenpfütze hineinspringen und im nächsten Moment wieder hinaus, um ausgelassen weiterzuspielen“, umschreibt Silvia Rickert-Ehrlichmann, Koordinatorin beim Hospizverein St. Josef, das Verhalten des Nachwuchses. Diese Facette der kindlichen Gefühlswelt mutet auf den ersten Blick vielleicht etwas irritierend an – „ist aber eine Art Selbstschutz“, erklärt Silvia Rickert-Ehrlichmann.

Ohnehin hat der Ausdruck der Trauer – mitunter auch der des nicht trauern Könnens – bei Kindern und Jugendlichen eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Ausdrücke. Während sich die einen still zurückziehen, werden die anderen laut oder gar aggressiv. Wieder andere äußern sich mit Leistungsabfall in der Schule. Oder mit körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen oder Schlaflosigkeit. „Kinder reagieren auf einen Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis sehr sensibel. Mitunter halten sie auch ihre eigene Trauer zurück, um den anderen, sei es Eltern, Verwandte oder gut Bekannte, aus ihrer eigenen Vorstellung heraus nicht noch mehr zu belasten“, sagt Silvia Rickert-Ehrlichmann.

Für den Hospizverein im Oktober 2016 mit ein Grund, nicht nur Erwachsene und Familien, sondern ganz speziell auch Kindern ein Begleitangebot zu unterbreiten. „Wir haben dazu eine eigene Gruppe ins Leben gerufen, die sich seitdem 14-täglich montags von 16 bis 17.30 Uhr in den Räumen des Jugendzentrums St. Josef trifft.“

Kindertrauerbegleitung                                                                                                                                 Wer sich für die Kindertrauerbegleitung interessiert, kann sich an den Hospizverein, Silvia Rickert-Ehrlichmann, wenden. Erreichbar ist das Büro unter 02561 9645996, Mobil: 0171 7801075, Mail: info@hospiz-gronau.de. Sprechzeiten an der Ochtruper Straße 20 sind donnerstags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Absprache.

Fünf Kinder waren es seinerzeit beim Start, sieben sind es aktuell. Im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Sie werden von einem sechsköpfigen Ehrenamtsteam sowie Koordinatorin Silvia Rickert-Ehrlichmann in ihrer Trauer nicht nur begleitet, gemeinsam werden auch Antworten auf viele Fragen gesucht, wird gebastelt und gespielt, wird aber auch nach einem Weg geschaut, wie Kinder die eigene Trauer zulassen können.

„Es gibt im regionalen Umfeld nicht viele Kindertrauergruppen“, weiß Rickert-Ehrlichmann. „Es hat zunächst lange gebraucht, die Hospizbewegung bekannt zu machen. Und es benötigt ebenso seine Zeit, auch die weiteren Angebote, wie das für Kinder, in den Köpfen zu verankern.“ Vielfach erfahren die Eltern über Mund-zu-Mund-Propaganda oder durch die Schule von der Gruppe. „Die meisten Erwachsenen sind dann froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Hier sind die Mädchen und Jungen unter Gleichaltrigen – und merken vor allem, dass sie nicht allein sind mit ihrer Trauer.“

Unter zuvor festgelegten Themenbereichen werden die Kinder und Jugendlichen bei den Treffen durch verschiedene Impulse angeregt und ermutigt, die eigene Trauer auszudrücken oder über ihre Gefühle zu sprechen. Sei es anhand von Büchern, Filmen, Bastelarbeiten – wie das Erstellen eines Erinnerungsglases – durch Gespräche oder im Sommer beispielsweise durch einen gemeinsamen Friedhofsbesuch. Rickert-Ehrlichmann: „Es ist eine kreative Ver- und Bearbeitung.“

Nach der Anmeldung des Kindes in der Gruppe erfolgt zunächst ein Erstgespräch mit den Eltern. Silvia Rickert-Ehrlichmann: „Ich habe in all diesen Gesprächen mit den Erwachsenen stets eine Offenheit erlebt. Häufig sind die Eltern selbst unsicher, wie sie in einem Trauerfall auf die Kinder reagieren sollen. Mitunter befinden sie sich auch in einer Doppelfunktion: Sie trauern selbst um einen geliebten Menschen, brauchen in dieser Situation Trost und müssen zudem das Kind oder die Kinder trösten. Den Kindern die zusätzliche Chance zu geben, in der Gruppe mit Ihresgleichen den Verlust zu verarbeiten, kann für alle auch eine Entlastung sein.“ In Elterngesprächen gibt es zudem ein regelmäßiges Feedback.

Die Kindertrauerbegleitung wird von Ehrenamtlichen geleistet und über Spenden finanziert. Die Teilnahme ist kostenlos. Jedes Kind erhält in der Gruppe ein Buch („Weil Du mir so fehlst“, Carlsen Verlag), in das es seine Gefühle, Gedanken, Erinnerungen oder Erlebnisse eintragen kann. Die Dauer der Teilnahme ist offen. „Sie richtet sich danach, wie lange die Kinder selbst die Unterstützung benötigen“, sagt die Koordinatorin. Bei einigen sind es wenige Monate, andere sind seit zwei Jahren dabei. „Jeder hat ein anderes, ein individuelles Tempo, um sich neu zu orientieren“, gibt Silvia Rickert-Ehrlichmann zu bedenken. „Und wir sind ja auch keine Gruppe, in der nur geweint wird. Es gibt zwischendurch ganz bewusst Trauerpausen, es wird gelacht und ist auch mitunter ganz schön lebhaft.“

 


Gedenkfeier der Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. am 11.11.18

November 12, 2018

 

Regenbogen

Ich wünsche Dir einen Regenbogen der bleibt,

sichtbar dem Wissenden:

eine Brücke aus Licht

über die Höhen und Tiefen der Zeit

leuchtend wie eine Idee,

stark wie die Liebe.

                                                                               Friedgard Seiter

Die Gedenkfeier für Verstorbene fand im Paul-Gerhardt-Heim statt.

Gestaltet wurde die Gedenkfeier von Pfarrer Uwe Riese (ev. Kirchengemeinde) Pastor Edward Pawolka (kath. St. Antonius Gemeinde) und Monika Mersmann (Hospizkoordinatorin und Trauerbegleiterin der Hospizbewegung).

Eingeladen zu dieser Gedenkfeier waren alle, die um einen lieben Menschen trauern.

Während der Feier gab es die Möglichkeit, für die Verstorbenen eine Kerze anzuzünden. Dieses Angebot haben alle anwesenden Trauernden genutzt. Gäste die schon in den letzten Jahren an der Gedenkfeier teilgenommen hatten, haben auch in diesem Jahr darauf gewartet. Diese Rückmeldung zeigt uns, wie wichtig das Anzünden der Kerze im Rahmen der Gedenkfeier ist.

Kerzenbild/bilder

Der Regenbogen war ein zentraler Bestandteil von Pfarrer Rieses Ansprache.

Im Anschluss an die Gedenkfeier gab es die Möglichkeit zum gemütlichen Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen. Das Team des Trauercafé s hatte wieder für ein tolles Kuchen- und Schnittchen Buffet gesorgt. Mit vielen positiven Rückmeldungen der Gäste, wie schön dieser Nachmittag war, ging der Nachmittag zu Ende.

Diese Rückmeldungen sind immer ein wunderbares Dankeschön für das gesamte Team.

 

 

 


Gedenkfeier der Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V.

Oktober 26, 2018

Am 11.11.18 findet die jährliche Gedenkfeier für Verstorbene statt.
Beginn ist um 15.00 Uhr im Paul Gerhard Heim, Gildehauser Straße 170, 48599 Gronau.
Gestaltet wird die Gedenkfeier von der Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V.
gemeinsam mit Pfarrer Uwe Riese von der ev. Kirchengemeinde und
Pastor Edward Pawolka von der kath. Kirchengemeinde St. Antonius.
Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zum Gedankenaustausch
bei Kaffee und Kuchen mit den Begleitern, Seelsorgern und anderen Trauernden.
Zu dieser Gedenkfeier sind alle eingeladen, die um einen Verstorbenen trauern.
Bei Fragen können Sie gerne unter folgender Rufnummer Kontakt aufnehmen: 0171-7801075


Gro-Vital-Gesundheitsmesse

Oktober 3, 2018

Es ist immer wieder beeindruckend, wenn einem anschaulich vor Augen geführt wird, wer alles dabei mithilft, damit unsereiner gesund und munter möglichst bis ins hohe Alter durchs Leben kommt. In der Gronauer Bürgerhalle war das an diesem Sonntag (30.09.2018) wieder mal der Fall. Unter der neuen Bezeichnung Gro-Vital fand bereits zum fünften mal die Gronauer Gesundheitsmesse statt.

 


Cruisen für den guten Zweck

April 26, 2018

Bürgerstiftung spendet an Hospizbewegung

Bereits zum dritten Mal fließen die Einnahmen aus der Damen-Cabrio-Rallye beim Gronauer Stadtfest, das die Bürgerstiftung veranstaltet hat, der Hospizbewegung St. Josef zu. „Ohne solche Spenden können wir unsere Arbeit nicht erledigen“, bedankte sich die Vorsitzende Marita Wilken bei den Überbringerinnen der Spende, Kyra Prießdorf, Stephanie Klaas und Beate Sundermann.

Von Guido Kratzke

Spende
Bürgerstiftung

Ob es in diesem Jahr eine Neuauflage der Aktion geben wird – das vermochten die Vertreterinnen der Bürgerstiftung noch nicht zu sagen. „Wir wollen aber auch zukünftig die Hospizbewegung unterstützen“, versprach die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Kyra Prießdorf, und verwies darauf, dass es Stiftungsziel sei, dort unterstützend mitzuwirken, wo es zwar eine Art öffentlichen Auftrag gebe, dieser aber von staatlicher Seite nur unzureichend finanziell gefördert werde. Wie in diesem Fall mit 2280 Euro für die Hospizarbeit.

Hospiz-Koordinatorin Monika Mersmann verschaffte den Stiftungsvertreterinnen einen Überblick über das Tätigkeitsfeld der überkonfessionell tätigen Bewegung, die derzeit auf 50 ausgebildete ehrenamtliche Helfer verweisen kann. „Sie dürfen nicht überfordert werden“, betonte die Koordinatorin. „Bei Bedarf steht ihnen eine Supervisorin zur Verfügung, und auch unsere Gesprächsrunden sorgen dafür, dass ein reger Austausch zwischen unseren Helfern erfolgen kann.“Das Angebot der Hospizbewegung ist für alle, die es in Anspruch nehmen möchten, kostenlos. Deshalb betont Marita Wilken die Wichtigkeit der Spenden. „Leider übernehmen die Krankenkassen nur einen bestimmten Teil unserer Kosten.“


Hats“ für guten Zweck

Januar 8, 2018

 

Handmade hats from Bromsgrove“ wurden auf dem Gronauer Weihnachtsmarkt verkauft. Ein Teil des Erlöses wurde jetzt der Hospizbewegung übergeben. Foto: privat

Weihnachtsmärkte wie in Deutschland gibt es in England nicht. Ein Grund mehr für die Bromsgrover Hanzel und Kay Chidley, ihre „handmade hats from Bromsgrove“ auf dem Gronauer Weihnachtsmarkt anzubieten – als Partnerschaftsprojekt und auch vor dem Hintergrund langjähriger Freundschaften mit Gronauern. Die Schals und Mützen wurden im Vorfeld in Bromsgrove gestrickt. Einen Anteil des Erlöses in Höhe von 150 Euro wurde jetzt an die Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. in Gronau übergeben, worüber sich der Verein sehr freut.

Seit jeher haben Sterben, Tod und Trauer die Menschen unterschiedlichster Kulturen zutiefst geängstigt und das Thema wurde lange Zeit nicht angesprochen. Erst in den vergangenen Jahren rückte diese Thematik mehr in das Bewusstsein der Menschen. „Der würdevolle Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen, ihnen Zeit zu schenken, ungeachtet ihrer kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösen Herkunft, ist etwas Besonderes und Kostbares“. Carolin Bakker, stellvertretende Vorsitzende der Hospizbewegung, nahm die Spende stellvertretend für den Verein entgegen.


500 Euro für Hospizarbeit

Dezember 27, 2017

Das Unternehmen „Anton Hörmann Heizung – Bäder “ spenden in diesem Jahr 500 Euro an die Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. „Uns liegt es besonders am Herzen, mit der Unterstützung der ambulanten Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. einen lokalen Schwerpunkt in der Spendenverteilung zu setzen. Der würdevolle Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen, ihnen Zeit zu schenken, ungeachtet ihrer kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösen Herkunft ist etwas Besonderes und Kostbares“. Doris Plat und Monika Mersmann nahmen die Spende, stellvertretend für die Hospizbewegung entgegen.


Das Unternehmen „Job find 4 you“ spendet

Dezember 13, 2017

Das Unternehmen „Job find 4 you“ spendet in diesem Jahr jeweils 500 Euro an die Aktion Lichtblicke, an das Projekt „Respekt“ in Dülmen sowie an die Hospizbewegung St. Josef Gronau.

Den Verantwortlichen lag es besonders am Herzen, mit der Unterstützung der Hospizbewegung St. Josef Gronau einen lokalen Schwerpunkt zu setzen. „Der würdevolle Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen ist etwas Besonderes und Kostbares“, heißt es dazu in einer Mitteilung. Irmgard Hewing und Silvia Rickert-Ehrlichmann nahmen die Spende, stellvertretend für die Hospizbewegung entgegen. Seit 2016 führt der Verein auch das Projekt „Hospiz macht Schule“ durch. Im Rahmen einer Projektwoche an Grundschulen der 3. oder 4. Klasse gibt es dabei an jedem Tag einen neuen Themenschwerpunkt. Ebenfalls seit 2016 begleiten ausgebildete Kindertrauerbegleiter Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren in einer Kindertrauergruppe. Viele Angebote finanzieren sich ausschließlich über Spenden.


Monster Metal übergab erneut Geld

November 16, 2017

Spendenübergabe (vorn im Bild von rechts): Kai Schönnebeck, 2. Vorsitzender Monster Metal (MM), Mechthild Thorenz, Koordinatorin Hospizbewegung St. Josef Gronau, Kai Bernsen, 1. Vorsitzender MM, Silvia Rickert-Ehrlichmann, Koordinatorin, und Nikolaj Aduszies, 3. Vorsitzender MM (obere Reihe 3. von links) und weitere Mitglieder der MM im Rolinck-Bräu. Foto: Axel Thorenz

 

Eine Spende in Höhe von 600 Euro haben die Organisatoren von zwei Monster-Metal-Festivals an Vertreter der Hospizbewegung St. Josef übergeben. Das Geld stammt von Events, die Anfang September auf dem Gelände der „Oase“ und Ende September im „Stadtschreiber“ stattfanden. Für das Festival auf der „Oase“ hatten Karin Bekker und Melanie Wolf (Mitglieder der Monster Metals) Preise für eine Tombola gesammelt, die per Los vergeben wurden. Der Erlös aus dem Verkauf der Lose ging an die Hospizbewegung.                                                                                                                                                                                                                                                           Auch die Erträge des Konzertes im „Stadtschreiber“, bei dem die Bands „The Shiva hypothesis“ ( Enschede ),             „A Place to Fall“ ( Lingen /Meppen) und „In dreams of Reality“ (Siegen) auftraten, kamen der Hospizbewegung zu Gute.                                                                                                                                                                                                           Die Koordinatorinnen der Hospizbewegung bedanken sich und versicherten, dass mit den Spendengeldern sorgsam umgegangen wird und diese für eine gute und professionelle Weiterbildung der Ehrenamtlichen einfließen werden.                                                                                                                                                                                               Monster Metal Gronau wurde im Jahre 2009 mit zunächst sieben Mitgliedern gegründet. Inzwischen ist der Verein auf 82 Mitglieder angewachsen. Zwei Konzertreihen, zwei Grillfeste und ein Festival standen allein 2016 auf dem Jahresplan. Kai Bernsen und Kai Schönnebeck (Monster Metal) berichteten, dass sie nicht nur die Hospizbewegung mit einer Spende unterstützen, sondern auch sonst gemeinnützig tätig sind. So wurden bisher zwei Jugendzentren (St. Josef und Stop), die „Oase“ und das Fairtrade-Projekt der Stadt unterstützt. Kai Bernsen wies bei der Spendenübergabe darauf hin, dass am 4. Februar in der Bürgerhalle wieder ein Festival mit sechs Bands stattfindet.