Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen,
sondern den Tagen mehr Leben geben

Presse


Dezember 5, 2018

Koordinatorin Silvia Rickert-Ehrlichmann mit Arbeitsbüchern der Gruppe. Jeder Teilnehmer erhält ein individuelles Exemplar. Links das Buch für die Kinder, rechts das für die Jugendlichen.

 

Serie „Am Ende des Lebens“

Kindertrauergruppe

  Trauer braucht auch Mut

Kinder reagieren auf einen Trauerfall sehr sensibel. Manchmal halten sie ihre Trauer auch zurück, um andere Trauernde – zum Beispiel die Eltern – nicht noch mehr zu belasten. Für die Hospizbewegung St. Josef Gronau mit ein Grund, Kinder ein spezielles Angebot der Trauerbegleitung zu machen.

Koordinatorin Silvia Rickert-Ehrlichmann mit Arbeitsbüchern der Gruppe. Jeder Teilnehmer erhält ein individuelles Exemplar. Links das Buch für die Kinder, rechts das für die Jugendlichen. Foto: Susanne Menzel

„Kinder trauern anders. Sie trauern in Raten. Es ist so, als ob sie in dem einen Moment in eine Tränenpfütze hineinspringen und im nächsten Moment wieder hinaus, um ausgelassen weiterzuspielen“, umschreibt Silvia Rickert-Ehrlichmann, Koordinatorin beim Hospizverein St. Josef, das Verhalten des Nachwuchses. Diese Facette der kindlichen Gefühlswelt mutet auf den ersten Blick vielleicht etwas irritierend an – „ist aber eine Art Selbstschutz“, erklärt Silvia Rickert-Ehrlichmann.

Ohnehin hat der Ausdruck der Trauer – mitunter auch der des nicht trauern Könnens – bei Kindern und Jugendlichen eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Ausdrücke. Während sich die einen still zurückziehen, werden die anderen laut oder gar aggressiv. Wieder andere äußern sich mit Leistungsabfall in der Schule. Oder mit körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen oder Schlaflosigkeit. „Kinder reagieren auf einen Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis sehr sensibel. Mitunter halten sie auch ihre eigene Trauer zurück, um den anderen, sei es Eltern, Verwandte oder gut Bekannte, aus ihrer eigenen Vorstellung heraus nicht noch mehr zu belasten“, sagt Silvia Rickert-Ehrlichmann.

Für den Hospizverein im Oktober 2016 mit ein Grund, nicht nur Erwachsene und Familien, sondern ganz speziell auch Kindern ein Begleitangebot zu unterbreiten. „Wir haben dazu eine eigene Gruppe ins Leben gerufen, die sich seitdem 14-täglich montags von 16 bis 17.30 Uhr in den Räumen des Jugendzentrums St. Josef trifft.“

Kindertrauerbegleitung                                                                                                                                 Wer sich für die Kindertrauerbegleitung interessiert, kann sich an den Hospizverein, Silvia Rickert-Ehrlichmann, wenden. Erreichbar ist das Büro unter 02561 9645996, Mobil: 0171 7801075, Mail: info@hospiz-gronau.de. Sprechzeiten an der Ochtruper Straße 20 sind donnerstags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Absprache.

Fünf Kinder waren es seinerzeit beim Start, sieben sind es aktuell. Im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Sie werden von einem sechsköpfigen Ehrenamtsteam sowie Koordinatorin Silvia Rickert-Ehrlichmann in ihrer Trauer nicht nur begleitet, gemeinsam werden auch Antworten auf viele Fragen gesucht, wird gebastelt und gespielt, wird aber auch nach einem Weg geschaut, wie Kinder die eigene Trauer zulassen können.

„Es gibt im regionalen Umfeld nicht viele Kindertrauergruppen“, weiß Rickert-Ehrlichmann. „Es hat zunächst lange gebraucht, die Hospizbewegung bekannt zu machen. Und es benötigt ebenso seine Zeit, auch die weiteren Angebote, wie das für Kinder, in den Köpfen zu verankern.“ Vielfach erfahren die Eltern über Mund-zu-Mund-Propaganda oder durch die Schule von der Gruppe. „Die meisten Erwachsenen sind dann froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Hier sind die Mädchen und Jungen unter Gleichaltrigen – und merken vor allem, dass sie nicht allein sind mit ihrer Trauer.“

Unter zuvor festgelegten Themenbereichen werden die Kinder und Jugendlichen bei den Treffen durch verschiedene Impulse angeregt und ermutigt, die eigene Trauer auszudrücken oder über ihre Gefühle zu sprechen. Sei es anhand von Büchern, Filmen, Bastelarbeiten – wie das Erstellen eines Erinnerungsglases – durch Gespräche oder im Sommer beispielsweise durch einen gemeinsamen Friedhofsbesuch. Rickert-Ehrlichmann: „Es ist eine kreative Ver- und Bearbeitung.“

Nach der Anmeldung des Kindes in der Gruppe erfolgt zunächst ein Erstgespräch mit den Eltern. Silvia Rickert-Ehrlichmann: „Ich habe in all diesen Gesprächen mit den Erwachsenen stets eine Offenheit erlebt. Häufig sind die Eltern selbst unsicher, wie sie in einem Trauerfall auf die Kinder reagieren sollen. Mitunter befinden sie sich auch in einer Doppelfunktion: Sie trauern selbst um einen geliebten Menschen, brauchen in dieser Situation Trost und müssen zudem das Kind oder die Kinder trösten. Den Kindern die zusätzliche Chance zu geben, in der Gruppe mit Ihresgleichen den Verlust zu verarbeiten, kann für alle auch eine Entlastung sein.“ In Elterngesprächen gibt es zudem ein regelmäßiges Feedback.

Die Kindertrauerbegleitung wird von Ehrenamtlichen geleistet und über Spenden finanziert. Die Teilnahme ist kostenlos. Jedes Kind erhält in der Gruppe ein Buch („Weil Du mir so fehlst“, Carlsen Verlag), in das es seine Gefühle, Gedanken, Erinnerungen oder Erlebnisse eintragen kann. Die Dauer der Teilnahme ist offen. „Sie richtet sich danach, wie lange die Kinder selbst die Unterstützung benötigen“, sagt die Koordinatorin. Bei einigen sind es wenige Monate, andere sind seit zwei Jahren dabei. „Jeder hat ein anderes, ein individuelles Tempo, um sich neu zu orientieren“, gibt Silvia Rickert-Ehrlichmann zu bedenken. „Und wir sind ja auch keine Gruppe, in der nur geweint wird. Es gibt zwischendurch ganz bewusst Trauerpausen, es wird gelacht und ist auch mitunter ganz schön lebhaft.“

 


Gedenkfeier der Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. am 11.11.18

November 12, 2018

 

Regenbogen

Ich wünsche Dir einen Regenbogen der bleibt,

sichtbar dem Wissenden:

eine Brücke aus Licht

über die Höhen und Tiefen der Zeit

leuchtend wie eine Idee,

stark wie die Liebe.

                                                                               Friedgard Seiter

Die Gedenkfeier für Verstorbene fand im Paul-Gerhardt-Heim statt.

Gestaltet wurde die Gedenkfeier von Pfarrer Uwe Riese (ev. Kirchengemeinde) Pastor Edward Pawolka (kath. St. Antonius Gemeinde) und Monika Mersmann (Hospizkoordinatorin und Trauerbegleiterin der Hospizbewegung).

Eingeladen zu dieser Gedenkfeier waren alle, die um einen lieben Menschen trauern.

Während der Feier gab es die Möglichkeit, für die Verstorbenen eine Kerze anzuzünden. Dieses Angebot haben alle anwesenden Trauernden genutzt. Gäste die schon in den letzten Jahren an der Gedenkfeier teilgenommen hatten, haben auch in diesem Jahr darauf gewartet. Diese Rückmeldung zeigt uns, wie wichtig das Anzünden der Kerze im Rahmen der Gedenkfeier ist.

Kerzenbild/bilder

Der Regenbogen war ein zentraler Bestandteil von Pfarrer Rieses Ansprache.

Im Anschluss an die Gedenkfeier gab es die Möglichkeit zum gemütlichen Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen. Das Team des Trauercafé s hatte wieder für ein tolles Kuchen- und Schnittchen Buffet gesorgt. Mit vielen positiven Rückmeldungen der Gäste, wie schön dieser Nachmittag war, ging der Nachmittag zu Ende.

Diese Rückmeldungen sind immer ein wunderbares Dankeschön für das gesamte Team.

 

 

 


Gro-Vital-Gesundheitsmesse

Oktober 3, 2018

Es ist immer wieder beeindruckend, wenn einem anschaulich vor Augen geführt wird, wer alles dabei mithilft, damit unsereiner gesund und munter möglichst bis ins hohe Alter durchs Leben kommt. In der Gronauer Bürgerhalle war das an diesem Sonntag (30.09.2018) wieder mal der Fall. Unter der neuen Bezeichnung Gro-Vital fand bereits zum fünften mal die Gronauer Gesundheitsmesse statt.

 


Cruisen für den guten Zweck

April 26, 2018

Bürgerstiftung spendet an Hospizbewegung

Bereits zum dritten Mal fließen die Einnahmen aus der Damen-Cabrio-Rallye beim Gronauer Stadtfest, das die Bürgerstiftung veranstaltet hat, der Hospizbewegung St. Josef zu. „Ohne solche Spenden können wir unsere Arbeit nicht erledigen“, bedankte sich die Vorsitzende Marita Wilken bei den Überbringerinnen der Spende, Kyra Prießdorf, Stephanie Klaas und Beate Sundermann.

Von Guido Kratzke

Spende
Bürgerstiftung

Ob es in diesem Jahr eine Neuauflage der Aktion geben wird – das vermochten die Vertreterinnen der Bürgerstiftung noch nicht zu sagen. „Wir wollen aber auch zukünftig die Hospizbewegung unterstützen“, versprach die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Kyra Prießdorf, und verwies darauf, dass es Stiftungsziel sei, dort unterstützend mitzuwirken, wo es zwar eine Art öffentlichen Auftrag gebe, dieser aber von staatlicher Seite nur unzureichend finanziell gefördert werde. Wie in diesem Fall mit 2280 Euro für die Hospizarbeit.

Hospiz-Koordinatorin Monika Mersmann verschaffte den Stiftungsvertreterinnen einen Überblick über das Tätigkeitsfeld der überkonfessionell tätigen Bewegung, die derzeit auf 50 ausgebildete ehrenamtliche Helfer verweisen kann. „Sie dürfen nicht überfordert werden“, betonte die Koordinatorin. „Bei Bedarf steht ihnen eine Supervisorin zur Verfügung, und auch unsere Gesprächsrunden sorgen dafür, dass ein reger Austausch zwischen unseren Helfern erfolgen kann.“Das Angebot der Hospizbewegung ist für alle, die es in Anspruch nehmen möchten, kostenlos. Deshalb betont Marita Wilken die Wichtigkeit der Spenden. „Leider übernehmen die Krankenkassen nur einen bestimmten Teil unserer Kosten.“


Hats“ für guten Zweck

Januar 8, 2018

 

Handmade hats from Bromsgrove“ wurden auf dem Gronauer Weihnachtsmarkt verkauft. Ein Teil des Erlöses wurde jetzt der Hospizbewegung übergeben. Foto: privat

Weihnachtsmärkte wie in Deutschland gibt es in England nicht. Ein Grund mehr für die Bromsgrover Hanzel und Kay Chidley, ihre „handmade hats from Bromsgrove“ auf dem Gronauer Weihnachtsmarkt anzubieten – als Partnerschaftsprojekt und auch vor dem Hintergrund langjähriger Freundschaften mit Gronauern. Die Schals und Mützen wurden im Vorfeld in Bromsgrove gestrickt. Einen Anteil des Erlöses in Höhe von 150 Euro wurde jetzt an die Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. in Gronau übergeben, worüber sich der Verein sehr freut.

Seit jeher haben Sterben, Tod und Trauer die Menschen unterschiedlichster Kulturen zutiefst geängstigt und das Thema wurde lange Zeit nicht angesprochen. Erst in den vergangenen Jahren rückte diese Thematik mehr in das Bewusstsein der Menschen. „Der würdevolle Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen, ihnen Zeit zu schenken, ungeachtet ihrer kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösen Herkunft, ist etwas Besonderes und Kostbares“. Carolin Bakker, stellvertretende Vorsitzende der Hospizbewegung, nahm die Spende stellvertretend für den Verein entgegen.


500 Euro für Hospizarbeit

Dezember 27, 2017

Das Unternehmen „Anton Hörmann Heizung – Bäder “ spenden in diesem Jahr 500 Euro an die Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. „Uns liegt es besonders am Herzen, mit der Unterstützung der ambulanten Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V. einen lokalen Schwerpunkt in der Spendenverteilung zu setzen. Der würdevolle Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen, ihnen Zeit zu schenken, ungeachtet ihrer kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösen Herkunft ist etwas Besonderes und Kostbares“. Doris Plat und Monika Mersmann nahmen die Spende, stellvertretend für die Hospizbewegung entgegen.


Das Unternehmen „Job find 4 you“ spendet

Dezember 13, 2017

Das Unternehmen „Job find 4 you“ spendet in diesem Jahr jeweils 500 Euro an die Aktion Lichtblicke, an das Projekt „Respekt“ in Dülmen sowie an die Hospizbewegung St. Josef Gronau.

Den Verantwortlichen lag es besonders am Herzen, mit der Unterstützung der Hospizbewegung St. Josef Gronau einen lokalen Schwerpunkt zu setzen. „Der würdevolle Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen ist etwas Besonderes und Kostbares“, heißt es dazu in einer Mitteilung. Irmgard Hewing und Silvia Rickert-Ehrlichmann nahmen die Spende, stellvertretend für die Hospizbewegung entgegen. Seit 2016 führt der Verein auch das Projekt „Hospiz macht Schule“ durch. Im Rahmen einer Projektwoche an Grundschulen der 3. oder 4. Klasse gibt es dabei an jedem Tag einen neuen Themenschwerpunkt. Ebenfalls seit 2016 begleiten ausgebildete Kindertrauerbegleiter Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren in einer Kindertrauergruppe. Viele Angebote finanzieren sich ausschließlich über Spenden.


Monster Metal übergab erneut Geld

November 16, 2017

Spendenübergabe (vorn im Bild von rechts): Kai Schönnebeck, 2. Vorsitzender Monster Metal (MM), Mechthild Thorenz, Koordinatorin Hospizbewegung St. Josef Gronau, Kai Bernsen, 1. Vorsitzender MM, Silvia Rickert-Ehrlichmann, Koordinatorin, und Nikolaj Aduszies, 3. Vorsitzender MM (obere Reihe 3. von links) und weitere Mitglieder der MM im Rolinck-Bräu. Foto: Axel Thorenz

 

Eine Spende in Höhe von 600 Euro haben die Organisatoren von zwei Monster-Metal-Festivals an Vertreter der Hospizbewegung St. Josef übergeben. Das Geld stammt von Events, die Anfang September auf dem Gelände der „Oase“ und Ende September im „Stadtschreiber“ stattfanden. Für das Festival auf der „Oase“ hatten Karin Bekker und Melanie Wolf (Mitglieder der Monster Metals) Preise für eine Tombola gesammelt, die per Los vergeben wurden. Der Erlös aus dem Verkauf der Lose ging an die Hospizbewegung.                                                                                                                                                                                                                                                           Auch die Erträge des Konzertes im „Stadtschreiber“, bei dem die Bands „The Shiva hypothesis“ ( Enschede ),             „A Place to Fall“ ( Lingen /Meppen) und „In dreams of Reality“ (Siegen) auftraten, kamen der Hospizbewegung zu Gute.                                                                                                                                                                                                           Die Koordinatorinnen der Hospizbewegung bedanken sich und versicherten, dass mit den Spendengeldern sorgsam umgegangen wird und diese für eine gute und professionelle Weiterbildung der Ehrenamtlichen einfließen werden.                                                                                                                                                                                               Monster Metal Gronau wurde im Jahre 2009 mit zunächst sieben Mitgliedern gegründet. Inzwischen ist der Verein auf 82 Mitglieder angewachsen. Zwei Konzertreihen, zwei Grillfeste und ein Festival standen allein 2016 auf dem Jahresplan. Kai Bernsen und Kai Schönnebeck (Monster Metal) berichteten, dass sie nicht nur die Hospizbewegung mit einer Spende unterstützen, sondern auch sonst gemeinnützig tätig sind. So wurden bisher zwei Jugendzentren (St. Josef und Stop), die „Oase“ und das Fairtrade-Projekt der Stadt unterstützt. Kai Bernsen wies bei der Spendenübergabe darauf hin, dass am 4. Februar in der Bürgerhalle wieder ein Festival mit sechs Bands stattfindet.

 


Für ein besseres Leben im Alter

Oktober 26, 2017

Das Thema „Besser leben im Alter“ hat viele Facetten. Bei einem Treffen im Glashaus ging es jetzt um die Verbesserung der Kommunikation an den Schnittstellen zwischen Arztpraxen, Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen. Foto: Stadt Gronau

 

Die Kommunikation zwischen medizinischen und pflegenden Einrichtungen funktioniert nicht immer reibungslos. Die Schwächen zeigen sich an den Schnitt- und Nahtstellen insbesondere immer dann, wenn hochbetagte, kranke und pflegebedürftige Mitmenschen vom Krankenhaus zum Pflegeheim übergeleitet werden.                                                                                                                                                                                                       Die Kommunikation zwischen medizinischen und pflegenden Einrichtungen funktioniert nicht immer reibungslos. Die Schwächen zeigen sich an den Schnitt- und Nahtstellen insbesondere immer dann, wenn hochbetagte, kranke und pflegebedürftige Mitmenschen vom Krankenhaus zum Pflegeheim übergeleitet werden. Das stellten jetzt Fachleute aus beiden Bereichen bei einem Erfahrungsaustausch im Glashaus fest. Eingeladen dazu hatte ein Arbeitskreis, der das Projekt „Besser leben im Alter“ bearbeitet. Schirmherrin des Projekts ist Bürgermeisterin Sonja Jürgens.

Hausärzte, geriatrische Einrichtungen, mobile Pflegedienste und entlassende Krankenhäuser könnten nach Ansicht der ebenfalls eingeladenen Mitglieder der Gronauer Arbeitsgruppe „Überleitung“ entschieden besser zum Wohle des Patienten kooperieren. Reinhard van Loh, Leiter des Bethesda-Seniorenzentrums, betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit eines wirksamen Kommunikationsmanagements gerade im Bereich der immens wachsenden Palliativ-Pflege, die die Lebensqualität von Sterbenden so gut wie möglich erhalten möchte und Symptome und Schmerzen lindern kann.

An vielen Beispielen aus der Praxis zeigten die Teilnehmer des Treffens auf, wie gerade in aktuellen Fällen an Wochenenden oder Mittwochnachmittagen – immer dann, wenn es für alle Betroffenen zeitlich oder auch personell eng werde – entstehende Kommunikationsprobleme entschieden problemlösender behoben werden können. Dazu bedürfe es nicht zuletzt eines regionalen Netzwerkes, eines entsprechenden Problembewusstseins und strukturierter Handlungsabläufe, lautete die einhellige Meinung.

Bürgermeisterin Sonja Jürgens stellte sich bei diesem Treffen hinter die Forderungen von Ärzten und Personal: „Dieses Thema ist viel zu wichtig, um es nicht immer wieder ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen, wenn es um die Pflegesituation in den Einrichtungen und einen würdevollen Umgang mit den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren geht. Stress und Hektik tragen dazu bei, dass gute Kommunikation auf der Strecke bleibt.“ Gerade deshalb sei es unerlässlich, bekannte Missstände abzubauen und kurzfristig Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kooperationen – innerhalb und mit der Ärzteschaft – verbindlich und kommunikativ greifen, sagte die Schirmherrin.

Alle Anwesenden waren sich im Rahmen des Treffens einig, dass auch Apotheken und Sanitätshäuser in einen gelingenden Kommunikationsprozess eingebunden werden müssen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. In vielen Fällen – so Ärzte und Einrichtungsleitungen unisono – trage bereits der Austausch von aktuellen Telefon- und Faxnummern zu einer besseren Zusammenarbeit bei.


Seminarwochenende an der niedersächsischen Küste

September 26, 2017

Zu einer musikalischen Fortbildung trafen sich die Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Hospizbewegung St. Josef Gronau e.V.  in Varel-Dangast vom 12. bis 14. September.

Mit den beiden Musiktherapeutinnen Barbara Keller und Cornelia Klären wurde erarbeitet, was für einen positiven  Einfluss Musik sowohl in der Sterbebegleitung als auch in Trauerbewältigung ausüben kann. Anhand von vielen Beispielen in Kleingruppenarbeit und gemeinsamen Musikübungen erschloss sich den Teilnehmerinnen die enorme hilfreiche Kraft der Musik.

Aufgrund dieser Erkenntnis entschloss sich der Vorstand zukünftig diese Elemente besonders in der Kindertrauergruppe einzusetzen.

Auch die Geselligkeit und das gemeinsame Wohl kamen nicht zu kurz.